Kräutertee im eigenen Garten ziehen

Tees sind eine Wohltat für Körper und Seele. Man sagt ihnen gesundheitliche Wirkungen nach, aber sie sind auch einfach zum Entspannen nach einem anstrengenden Tag da. Sie wärmen von innen im Winter und können in der heißen Jahreszeit herrlich erfrischen. Tees sind ideale Durstlöscher, enthalten kaum Kalorien und sind in vielen verschiedenen Varianten auf dem Markt zu finden. Kräuter- und Früchtetees, die hierzulande sehr beliebt sind, lassen sich sogar im heimischen Garten aus eigenen Pflanzen ziehen. Welche Kräuter für die spätere Teeherstellung im eigenen Garten angebaut werden können, zeigen wir im Folgenden.

Der Klassiker: Pfefferminztee aus dem eigenen Garten

Pfefferminztee ist einer der Klassiker schlechthin, wenn es um den Teegenuss geht. Die Minze oder Pfefferminze lässt sich einfach im Topf anbauen. Sie fühlt sich im Haus ebenso wie im Freien wohl, bevorzugt im Freien allerdings feuchte Gebiete mit lockerer Erde. Diese sollten möglichst sonnig, aber windgeschützt sein. Im Haus ist der ideale Standort für die Pfefferminze ebenfalls sonnig. Damit die Minze gut wächst, sollte sie regelmäßig zurückgeschnitten werden. So lässt sich das Blattwachstum anregen.

Frisch zubereiteter Minztee lässt sich ideal bei Kopfschmerzen und Erkältung einsetzen. Auch soll er beruhigend auf den Magen wirken und im Sommer ist er eisgekühlt der ideale Durstlöscher und wirkt sehr erfrischend.

Beruhigenden Melissentee im Garten anbauen

Aus der Melisse und der Zitronenmelisse lässt sich ebenfalls ein leckerer Kräutertee herstellen. Die Melisse kann im Garten und in der Wohnung gleichermaßen angebaut werden. Humusreiche, feuchte und sandige Böden bevorzugt die Melisse ebenso wie einen sehr sonnigen Standort. Kurz bevor die Pflanze zu blühen beginnt, erreichen die Blätter ihren aromatischen Höhepunkt. Am besten werden die Blätter zu dieser Zeit geerntet und können für die spätere Verwendung auch eingefroren werden. Auf diese Weise lassen sich Aroma und Wirkstoffe optimal erhalten.

Der Melissentee wirkt anders als der Schwarze und Grüne Tee nicht anregend, sondern beruhigend. Er soll unter anderem Entzündungen hemmen und den Blutdruck senken können. Selbst auf den Cholesterinspiegel soll sich Melissentee positiv auswirken.

Lavendel im Garten anpflanzen und Tee zubereiten

Lavendel ist eine der schönsten Pflanzen für den Garten überhaupt. Die üppigen Farben in der Blüte machen die Pflanze zu einem echten Hingucker. Auch der charakteristische Duft dieser Pflanze macht sie bei Hobbygärtnern sehr beliebt. Sie lässt sich aber auch gut zu Tee verarbeiten. Die vor allem in Spanien, Frankreich und Italien verbreitete Pflanze liebt einen sandigen, kalkhaltigen und trockenen Boden. Sie bevorzugt sonnige Standorte und kann auch im Topf auf Balkon oder Fensterbank gezogen werden.

Die Ernte des Lavendels erfolgt während der Blütezeit, wobei die Zweige abgeschnitten und in Bündeln zum Trocknen aufgehangen werden. Die so getrockneten Lavendelzweige können im Anschluss luftdicht verpackt aufbewahrt oder tiefgefroren werden. Der Tee aus Lavendel wird allerdings meist mit weiteren Kräutern gemischt, da purer Lavendeltee einen sehr eigenen Geschmack hat. Ideal sind weitere getrocknete Kräuter, mit denen die getrockneten Lavendelzweige gemischt werden. Der so entstehende Tee soll übrigens Linderung bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Nervosität mit sich bringen.

Die Kamille – der Klassiker unter den Kräutern

In jeden gut sortierten Kräutergarten gehört auch die Kamille. Die Kamille liebt einen kalkarmen, lehmigen und tonhaltigen Boden. Humus wird gerne verwendet, Dünger sollte nur mäßig aufgebracht werden. Auf dem Balkon kann Kamille im Topf ebenfalls gut angepflanzt werden. Entscheidend ist aber ein sehr sonniger Standort. Die Blüten werden gesammelt und später zu einem der bekanntesten Kräutertees überhaupt verarbeitet. Dieser wirkt sich vor allem beruhigend auf Magen- und Darmtrakt aus. So wird er gerne bei Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen genutzt.

Lindenblüten zu Tee verarbeiten

Eine Linde im eigenen Garten ist ein idealer Schattenspender. Gleichzeitig können die Blüten des Baumes bei Erkältungen sehr gut wirken. Man sagt ihnen eine sehr schweißtreibende Wirkung nach. Im Frühjahr können die Blüten gesammelt und auf einem sauberen Textil- oder Papierstück an einem warmen Ort getrocknet werden. Allerdings sollte der Trocknungsvorgang nicht in der prallen Sonne erfolgen. Zum Schluss werden die Stängel von den Blüten getrennt und mit einer groben Reibe zerrieben. Die so vorbereiteten Blüten werden am besten in einem luftdicht verschließbaren, dunklen Gefäß gelagert. So bleiben alle Wirkstoffe enthalten, bis die Blüten zu einem Tee aufgebrüht werden.

Hagebutte eignet sich als Teebasis

Auch die Hagebutte aus dem eigenen Garten lässt sich als Basis für einen Kräutertee verwenden. Sie ist besonders reich an Vitamin C und macht Hagebutten zu einer der beliebtesten Zutaten für allerlei Früchteteemischungen. Die gesammelten Hagebutten werden für den Tee halbiert und entkernt. Insbesondere die an den Kernen befindlichen Härchen sollten vollständig entfernt werden, da sie zu einem unangenehmen Juckreiz führen können. Die Schalen der Hagebutte werden nun ebenfalls getrocknet und können, zusammen mit anderen getrockneten Kräutern, zu einem leckeren Tee verarbeitet werden. Ähnlich wie beim Lavendel wird die Hagebutte auch nur selten als Einzelzutat für Tee verwendet. Grund dafür ist der geringe Eigengeschmack.

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